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Einnahmen und Ausgaben unserer Gemeinde: Quo vadis?

Es wurde bereits mehrfach berichtet, dass die Finanzlage der Gemeinde Roßdorf mit einem Defizit von rd. 2 Mio. Euro, das in etwa 10 Jahren erst ausgeglichen sein soll, die Einleitung verschiedener Massnahmen erforderlich macht. Diese Massnahmen bestehen nicht nur in der Erhöhung der Einnahmeseite, in dem die Bürger zur Kasse gebeten werden durch Gebühren- und Steuererhöhungen, sondern auch in der Senkung der Ausgabenseite.

Zur Senkung der Ausgaben begrüssen die Liberalen ausdrücklich die Schritte, die nun in Richtung interkommunaler Zusammenarbeit gemacht werden. Als die Liberale Fraktion diese Möglichkeit vor ca. 2 Jahren einmal ansprach, wurde das vehement als unnötig und nicht realisierbar abgelehnt. Erst jetzt, da die knappen finanziellen Mittel diese Möglichkeit der Einsparung aufzeigen, werden Aktivitäten von der rot-grünen Kooperative unternommen. Rund 2 Jahre verschenkte Zeit für den Vorlauf … leider. Hier wird von den Liberalen ein grosses Sparpotential gesehen:  z.B. in der Zusammenlegung von Verwaltungsaufgaben wie durch ein gemeinsames Rechnungswesen,  ebenso wie im Bereich der Aufgaben der Bauhöfe, hier z.B. des Wegebaus. Hier müssten die Fahrzeuge und Maschinen nicht für jede Kommune angeschafft werden. Feuerwehren könnten Wartung und Reinigung zusammenfassen. Ein Einkaufsverbund wäre zudem sinnvoll, denn so bräuchte eine Ausschreibung nur 1 x gemacht werden.

Ein praktikables Konzept zur Attraktivitätssteigerung unserer Gewerbegrundstücke liegt bis jetzt nicht vor. Es findet sich keine Idee, wie die mangelnde Nutzung des Gewerbegebietes verbessert werden könnte. Unsere Nachbargemeinde macht es uns vor, wie man die attraktive Lage unserer Region nutzt und Gewerbebetriebe mit hohem Steueraufkommen ansiedelt. Wo bleiben in Roßdorf ernsthafte und realisierbare Bemühungen, eine praktikable Anbindung des Gewerbegebietes West an die B26 in Angriff zu nehmen? Mit dem zusätzlichen Ausbau von  Fahrradwegen ist das nicht zu schaffen. Schwerlastige Güter können nicht mit Fahrrädern transportiert werden. Das Gelände des ehemaligen Bauhofes in Roßdorfs bester zentraler Lage liegt immer noch brach.  Die Gemeinde verfügt jetzt und in den nächsten 10 Jahren nicht mehr über die üppige finanzielle Basis der vergangenen Jahre, um sich so eine Brache erlauben zu können. Ernsthafte Schritte, um  vorhandenen Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen werden hier vermisst.

Dr. Eva Jager, Fraktionsvorsitzende