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Mrz 05

Dringlichkeitsantrag: Windkraftanlage auf dem Tannenkopf (PM 03.03.2014)

FDP-Gemeindevertreter Jörg Wellmann beteiligt sich an Dringlichkeitsantrag zum Bau der Windkraftanlage auf dem Tannenkopf – Kritik an dem übereilten Beginn der Rodungsarbeiten – Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der geplanten Maßnahme bei FDP-Vertretern.

Seit Monaten beschäftigen sich FDP-Vertreter in Roßdorf mit der Entwicklung um den geplanten Bau der Windkrafträder auf dem Tannenkopf. Die Zweifel vor allem an der Wirtschaftlichkeit und der Sinnhaftigkeit der Anlage wuchsen. Als Ergebnis intensiver Recherchen, Überlegungen und Diskussionen mit Bürgern stellte der FDP-Vertreter im Gemeindeparlament, Jörg Wellmann, zusammen mit zwei weiteren Parlamentsmitgliedern am 28.Februar  bei der sehr gut besuchten Gemeindevertretersitzung einen Dringlichkeitsantrag mit dem Ziel der sofortigen Einstellung der begonnenen Rodungsarbeiten auf dem Tannenkopf und in der Geburtstagsallee im Zuge der Errichtung der zwei geplanten Windkraftanlagen. Dieser Antrag wurde unter anderem damit begründet, dass die bisherige Informationspolitik über die Auswirkungen der Windkraftanlagen nicht zufriedenstellend sei und sich bereits Bürger aus Roßdorf und Gundernhausen, die das Vorgehen der Gemeinde in dieser Frage mit großer Sorge beobachten, in einer Interessengemeinschaft organisiert haben.

Der Dringlichkeitsantrag enthält folgende Forderungen:

1.  Es sollen keine weiteren Rodungsarbeiten vor Abschluss der Messungen im März 2015 (wie ursprünglich vorgesehen) stattfinden. Die Vorlage der endgültigen Genehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt sowie sämtlicher nötiger Gutachten soll abgewartet werden.

2.   Es soll eine umfassende Offenlegung sämtlicher Unterlagen sowie eine vollständige
Bürgerinformation über die Vor- und Nachteile des Baus der Windkraftanlagen erfolgen und schließlich

3. die endgültige Abstimmung in sämtlichen Gremien der Gemeindevertretung durchgeführt werden.

Jörg Wellmann betonte in seiner Rede ausdrücklich, dass er mit seiner ursprünglichen Zustimmung vor zwei Jahren einen persönlichen Fehler gemacht habe und wisse, dass viele Mitbürger inzwischen genauso denken wie er. Ein solch gravierender Einschnitt in die Gemeinde Roßdorf gehöre mit der Bevölkerung im Detail besprochen und am Ende vom Parlament beschlossen.

Am Ende einer ausführlichen Diskussion, in der die Antragsteller  ihre Bedenken sehr engagiert und detailliert vorgetragen haben, mussten viele interessierte Zuhörer die Ablehnung dieses Dringlichkeitsantrages zur Kenntnis nehmen.

Die FDP in Roßdorf und Gundernhausen ist nicht grundsätzlich gegen Windkraft. Sie stellt sich aber die Frage, ob eine solche Anlage an diesem Standort überhaupt rentabel sein kann und damit möglicherweise eine Verschwendung von Steuergeldern  und eine Strompreistreiberei darstellt.  Die Liberalen bekennen sich auch zu der Überzeugung, dass weitere Subventionen unbedingt vermieden werden müssen. Daher fordert die FDP mehr Zeit für reifliche Überlegungen und mehr Bürgerbeteiligung und zeigt großes Unverständnis  über die unerklärliche Eile mit der durch den vorzeitigen Beginn der Rodungsarbeiten Tatsachen geschaffen werden, ohne dass wesentliche Voraussetzungen wie die endgültige Genehmigung durch das Regierungspräsidium und der Abschlussbericht über die Messarbeiten vorliegen.
Die FDP hofft weiterhin auf eine dementsprechende Einsicht bei den Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung und im Parlament.